„Dann kann mir nichts mehr passieren.“

Das Leben wartet nicht.

Manchmal bringt uns etwas zum Anhalten, einfach so. Ohne Vorwarnung.
Ein Moment, der beiläufig beginnt und dann plötzlich eine Tiefe bekommt, mit der man nicht gerechnet hat.

Ich wollte gratulieren. Geburtstag. Eine kurze Nachricht, ein Gedanke, ein Zeichen von Verbundenheit.
Doch ich erreichte sie nicht. Wenig später erfuhr ich, dass sie bereits seit einigen Wochen nicht mehr lebte. 

In unserem letzten sehr intensiven Austausch hatte sie mir erzählt, dass es nicht mehr lange dauern würde. Eine kurze Zeit noch, dann hätte sie nach deutschem Rentenrecht 45 Beitragsjahre zusammen. Sie sagte diesen Satz mit einer Selbstverständlichkeit, die mir im Gedächtnis geblieben ist:
„Dann bekomme ich die volle Rente. Ohne Abzüge. Dann kann mir nichts mehr passieren.“

Wenige Tage, nachdem diese 45 Jahre voll waren, ist sie unerwartet gestorben.

Ich schreibe das nicht, um über den Tod zu sprechen. Und auch nicht, um eine Geschichte zu erzählen, die berührt oder erschüttert.
Was mich bewegt hat, war etwas anderes.

Dieser Satz: „Dann kann mir nichts mehr passieren.“

Er hat sich in mir festgesetzt. Völlig unaufgeregt, still. Und doch mit Nachhall, denn ich kann mich heute noch gut an diesen Satz erinnern.
Er war überhaupt nicht falsch, er war so menschlich.

Wie oft bauen wir unser Leben um solche Sätze herum?
Um Zeitpunkte, Schwellen, Zahlen, Versprechen.
Wenn das geschafft ist, dann…
Wenn ich dort angekommen bin, dann…
Wenn ich diese Sicherheit habe, dann…

Diese Reise zurück zu mir selbst hat mich in den letzten Monaten immer wieder eingeladen, langsamer zu werden. Hinzuhören. Mich weniger an äußeren Konstruktionen festzuhalten und mehr an dem, was sich stimmig anfühlt. Nicht im großen, dramatischen Sinn, sondern im Alltag. In Entscheidungen. In kleinen inneren Verschiebungen.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum mich diese Nachricht so nachhaltig berührt hat. Ja, ich bin traurig. Und erschüttert. Denn die Nachricht hat mir auch noch einmal deutlich gezeigt, wie trügerisch unsere Vorstellungen von Sicherheit sein können.

Ich merke, dass ich durch meine Jahresreise weniger warten will. Weniger auf den richtigen Zeitpunkt. Weniger auf das Gefühl, „jetzt ist alles abgesichert“.

Stattdessen will ich aufmerksamer für das Jetzt sein. Für das, was sich lebendig anfühlt. Für das, was ich nicht länger auf später verschieben möchte.

Damit meine ich nicht, unvorsichtig zu sein oder keine Pläne mehr zu machen. Aber es bedeutet, diesen Plänen nicht mehr die Hauptrolle zu überlassen.

Vielleicht ist das meine Zwischenbilanz nach vielen Monaten des Schreibens, Fragens, Beobachtens:
Dass Sicherheit kein Zustand ist, den man erreicht.
Und dass Lebendigkeit und das Leben nicht wartet, bis alles geklärt ist.

Ich weiß nicht, ob sich diese Erkenntnis festhalten lässt. Aber ich weiß, dass sie mich gerade begleitet und weiter begleiten wird.
Die Erkenntnis bewegt mich auf eine stille Weise, doch fühlt sie sich gleichzeitig wie ein Weckruf an. Sie schenkt mir neue Klarheit.

Vielleicht ist das schon genug … für diesen Moment auf meiner Reise.


Und jetzt eine Frage, die bleiben darf:

Wenn es keinen Zeitpunkt gäbe,
an dem „alles geregelt“, „alles abgesichert“ oder „alles erreicht“ ist,
wie würdest du dann heute leben?

Nicht später. Nicht nach deinem nächsten Meilenstein. Sondern jetzt.

J.E.T.Z.T.!

Du musst diese Frage nicht beantworten. Aber vielleicht spürst du, wo sie in dir anklopft.

Und vielleicht ist genau das der Anfang von etwas Ehrlichem.


Wenn dich diese Gedanken gerade begleiten, dann findest du in meinen aktuellen Videos weitere Impulse zur Zeitqualität, die uns umgibt. Wenn du auf den Titel klickst, dann kommst du direkt zum Video.

Ich spreche dort zum einen über das Jahr des Feuer-Pferdes– eine Zeit, die vieles beschleunigt, zuspitzt und gleichzeitig Ehrlichkeit fordert.Und zum anderen über die Monatsenergie des Metall-Tigers im Februar, die Mut, Klarheit und innere Ausrichtung auf besondere Weise aktiviert.

Vielleicht sind das keine Antworten auf alles.
Aber vielleicht helfen sie, die eigene Situation in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.

Herzlichst, Annette


 

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