Es gibt Momente auf einer Reise, wo man an einer Weggabelung steht. Man fragt sich: Gehe ich nun rechts oder gehe ich doch lieber nach links? Ein Moment der Unklarheit. Noch ist keine Entscheidung gefallen, aber innerlich ist längst etwas gekippt. Man steht an einer Schwelle, an der sich Erfahrungen, Beobachtungen und Empfindungen verdichten und Klarheit bringen. Etwas trägt nicht mehr selbstverständlich, und genau an diesem Punkt beginnt Orientierung.

Ich befinde mich derzeit an einem solchen Punkt. Kein Stillstand, kein Rückzug, kein Ausharren. Es ist eher eine zunehmende Wachheit. Je genauer ich wahrnehme, was nicht mehr trägt, desto deutlicher wird auch, wofür ich stehen möchte. Dieser Moment lähmt mich nicht, er richtet mich auf.


 

Wenn ein Ort seine Selbstverständlichkeit verliert

Ein kritischer Punkt entsteht selten plötzlich. Er kündigt sich an, oft lange bevor man bereit ist, ihn wirklich ernst zu nehmen. Ein Ort, an dem man lebt, kann über Jahre hinweg Halt geben, Orientierung bieten, sich vertraut und richtig anfühlen. Doch manchmal verändern sich die Bedingungen schleichend: Es wird enger, voller, anstrengender. Oder es gibt ganz konkrete äußere Faktoren, die das Leben dort zunehmend erschweren.

Irgendwann geht es dann nicht mehr um Anpassung oder Gewöhnung, sondern um eine grundlegende Frage: Trägt dieser Ort mich noch, oder versuche ich etwas zu beWAHRen, was nicht mehr WAHR ist? Dieser kritische Punkt ist keineswegs dramatisch, sondern ein leiser, aber sehr klarer Hinweis darauf, dass sich etwas in Bewegung setzt, auch wenn die Richtung noch offen ist.


 

Wenn berufliche Strukturen nicht mehr tragen

Ähnlich verhält es sich mit beruflichen Rahmenbedingungen. Auch sie bestehen aus Strukturen, die über lange Zeit – manchmal Jahrzehnte – hinweg Sicherheit geben können. Solange sie stabil wirken, werden sie selten hinterfragt. Erst wenn sie an Spannung verlieren, entsteht Bewusstsein für die eigene Position darin.

Dieser Moment trägt Unsicherheit in sich, aber auch jede Menge Klarheit. Ich erkenne deutlicher, welche Strukturen mich wirklich unterstützen und welche lediglich Gewohnheit geworden sind. Das bisherige Netz mag nicht mehr für die nächste Etappe ausgelegt sein. Doch diese Erkenntnis stärkt meinen Stand und meine Entscheidungskraft. Und vor allem bestätigt sie nochmals meine Werte, für die ich einstehe. Jetzt und in Zukunft. Unverhandelbar.


 

Wenn Beziehungen an die Oberfläche kommen

Ein weiterer Ausdruck dieses kritischen Punktes zeigt sich in Beziehungen. Nicht zwangsläufig durch offene Konflikte, sondern oft durch das, was lange unter der Oberfläche wirkt. Dinge, die nicht ausgesprochen wurden, Spannungen, die sich aufgebaut haben, Dynamiken, die über Jahre hinweg gehalten wurden.

Manchmal braucht es dann einen Moment, in dem sich dieser Druck entlädt. Worte brechen hervor, ungefiltert, kraftvoll, vielleicht auch verletzend. Wie bei einem Vulkanausbruch kommt lange Verdrängtes an die Oberfläche. Solche Momente schaffen Klarheit und verändern Beziehungen nachhaltig. Sie können Raum für Neues öffnen oder bestehende Verbindungen unwiderruflich verändern. In jedem Fall markieren sie einen Punkt, an dem nichts mehr so weitergehen kann wie zuvor. Klarheit hat Konsequenzen, und genau darin liegt ihre aufrichtende Kraft.


 

Die Zeitqualität im Jahr des Feuerpferdes 2026: Hexagramm 28

Diese persönlichen Beobachtungen stehen für mich nicht isoliert, sondern sind eingebettet in eine größere zeitliche Bewegung. Das Jahr 2026 ist geprägt von der Qualität des Hexagramms 28, das im I Ging das Bild eines tragenden Balkens beschreibt, der überlastet ist. Es ist ein starkes Bild für eine Phase, in der Strukturen noch bestehen, ihre Grenzen jedoch deutlich spürbar werden.

Im Jahr des Feuerpferdes verstärkt sich diese Dynamik. Das Feuer bringt Beschleunigung und Sichtbarkeit, das Pferd Bewegung und Eigenständigkeit. Was nicht mehr trägt, lässt sich nicht länger übersehen. Was überdehnt ist, verlangt nach Klarheit. Diese Zeit fordert weniger Durchhaltevermögen als Ehrlichkeit: sich selbst gegenüber und den eigenen Lebensstrukturen.


 

Ein offener Übergang

Ich weiß noch nicht, wo meine Jahresreise Zurück zu mir selbst konkret ihren Abschluss finden wird. Aber ich weiß sehr genau, was ich nicht mehr tragen möchte. Und wofür ich bereit bin, einzustehen. Der kritische Punkt ist für mich eine noch bewusstere Ausrichtung.

Wenn du diese Zeitqualität vertiefen möchtest, habe ich meine Gedanken dazu in einem YouTube-Video zusammengefasst: eine Prognose für das Jahr des Feuerpferdes im Kontext von Hexagramm 28.
👉 Hier findest du das Video auf YouTube.

Es ist einer der letzten von insgesamt 26 Reisebucheinträgen, und er lässt bewusst Raum. Nicht weil ich unklar an einer Weggabelung stehe, sondern weil Bewegung auf meiner Reise entstanden ist.


 

Essenz

Klarheit entsteht dort,
wo wir aufhören, Strukturen zu tragen,
die uns selbst nicht mehr tragen.

Herzlichst, Annette


 

🔥🐎🔥🐎🔥🐎

Dein Kompass für das Jahr des Feuerpferds

2026 ist ein Feuerpferd-Jahr – intensiv, bewegend und voller Dynamik. Ein Jahr, das Mut macht, aber auch klare Entscheidungen verlangt.

Mit einem Personal Reading nach dem Chinesischen Horoskop (BaZi) erhältst du einen präzisen Blick auf deine Geburtsprägung und die Energien, die dich im neuen Jahr begleiten.

Ich nehme mir Zeit, dein Geburtsmuster sorgfältig zu analysieren und deine persönliche Basisanalyse zu erstellen. Im anschließenden 1:1 Gespräch besprechen wir in Ruhe, was für dich wichtig wird, wo Chancen liegen und wie du das Jahr bewusst für dich nutzen kannst.

🔥 Dein Invest: 188 € (inkl. MwSt.)
🔥 Hier kannst du Kontakt mit mir aufnehmen.

Oder schreibe mir eine Nachricht an: mail@annette-hoese.de.

Meinen bisherigen Reiseverlauf zur Reise zurück zu mir selbst kannst du ab dem ersten Blogbeitrag verfolgen.
Zum ersten Eintrag in meinem Reisetagebuch

👉🏻 Komm in den Verteiler vom Soul@Home Letter.
Dann erfährst du aus erster Hand, sobald es einen neuen Blogbeitrag oder andere Neuigkeiten gibt.

So kommt der Soul@Home Letter automatisch in dein Postfach.